Die zweite Ausgabe (2/2012) des „Syfo – Forschung & Bewegung: Das Mitteilungsblatt des Instituts für Syndikalismusforschung“ ist erschienen, darin befindet sich auch ein Artikel über Syndikalismus in Schleswig-Holstein, in dem u.a. Ergebnisse der Nachforschungen zur Gewerkschaftsbewegung im Neumünster der 20er und 30er Jahre verarbeitet worden sind. Dort wird auch auf die anarchosyndikalistische Betriebsgruppe in der Fabrik H.G. Schmidt in der Wrangelstraße verwiesen. Mehr Infos hier, ein Exemplar wird hoffentlich bald im Stadtarchiv einsehbar sein. Passend dazu veröffentlichen wir an dieser Stelle ein Interview mit Lotta von der Antifaschistischen Aktion Neumünster, die an den Recherchen beteiligt war und zusammenfasst: „die meisten Städte rühmen sich nicht gerade mit ‚ihren‘ historischen Anarchist_innen, Antifaschist_innen, etc., was nicht heißt, dass es sie nicht gab. Es geht darum, diesen oft auch absichtlich verscharrten Teil der Geschichte auszugraben, die Widersprüche in der offiziellen Geschichtsschreibung sichtbar zu machen.“
Kategorie: Neumünster
Auf Indymedia haben wir einen Artikel gefunden, der den Hintergrund der Demonstration gegen einen in Neumünster wohnhaften Pädosexuellen beleuchtet sowie die Aktivitäten der Antifa Neumünster und des Bündnis gegen Rechts diesbezüglich zusammenfasst:
„Am Samstag, den 08.09.2012, zogen etwa 250 Menschen unter dem Motto „Mehr Sicherheit für unserer Kinder. Deutsches Recht vor EU-Recht“ durch Neumünster. Was vielen Teilnehmer_Innen der Demonstration vorher nicht klar gewesen sein dürfte, ist die Tatsache, dass – wie so oft beim Thema Pädosexualität – Neonazis die Demonstration unterwanderten bzw. diese sogar mit organisiert haben. “
Hier weiterlesen
Zum Vertiefen:
Pressemitteilung der Antifaschistischen Aktion Neumünster: http://antifanms.blogsport.de/images/pm.pdf
Mehr zur Kritik an Knästen: http://www.abc-berlin.net/was-ist-abc
Argumentationshilfen gegen das Engagement von Neonazis zum Thema Pädosexualität:
http://www.abc-berlin.net/zu-nazis-und-der-todesstrafe-fuer-sexualverbrecher
http://www.amadeu-antonio-stiftung.de/w/files/pdfs/sexueller-missbrauch.pdf
Endlich ist es wieder soweit: die Antifa-Kneipe lädt diesen Freitag ab 19 Uhr in die AJZ.
Wie üblich soll gemütliches Beisammensein mit inhaltlichen Fragen verknüpft werden, dieses Mal steht der Abend unter dem Motto „AJZ – Zwischen Konsum und Selbstverwaltung“. Im Vordergrund stehen eure Wünsche und Ideen, wie die AJZ gemeinsam als Freiraum gestaltet werden kann, also kommt zahlreich! Checkt auch http://www.facebook.com/antifakneipe.neumunster
NMS: Alexander H. erneut vor Gericht
Neonazi Alexander H., der bei den inzwischen verbotenen Bandidos Neumünster als Sergeant at Arms auftrat, muss sich seit Dienstag erneut vor Gericht verantworten: „Die Liste der Vorwürfe, die am Dienstag vor dem Amtsgericht verlesen wurden, ist lang: Gleich drei Mal soll der Neonazi Alexander H. (32), der später auch Mitglied bei dem mittlerweile verbotenen Rockerclub „Bandidos Neumünster“ war, heimlich aufgezeichnete Gespräche ins Internet gestellt haben. […] Außerdem soll der Neumünsteraner im Juli 2011 eine Facebook-Seite betrieben haben, auf der für jeden einsehbar der Totenkopf der 3. SS-Panzer-Divison und somit ein verbotenes Nazi-Symbol prangte. Und es soll bei einer Durchsuchung seiner Wohnung eine verbotene Stahlrute sichergestellt worden sein.“ (Quelle hier)
Bereits 2003 stand H. wegen der Schändung des Cap Arcona-Denkmals in Neustadt i.H. durch einen deutschen Ableger der neonazistische Terrorgruppe „Combat 18“ vor Gericht und wurde im Jahre 2010 im „Kommando Freisler„-Prozess wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe verurteilt. In letzter Zeit tauchte er vor allem wegen seiner Aktivitäten im Rocker-Milieu vor Gericht auf, ohne aber sein Engagement für bspw. den Club 88 einzustellen, den er u.a. in sozialen Netzwerken oder auf einschlägigen neonazistischen Internetseiten bewirbt.
Auf der Feier zum 15jährigen Bestehen des Club 88: Alexander H. (Mitte) mit seinen noch aus Ostholsteiner Zeiten bekannten Kameraden Marco E. (links), Sänger der Rechtsrockband „Words of Anger“, und Lars B. (rechts), der zu den dänischen Blood&Honour-Kreisen gehört und Hardt mit seinem Namen bei den Geschäften mit seinen Schlagschlüsseln aushilft (vgl. hier).
Zum taz-Artikel: http://www.taz.de/Rocker-vor-Gericht/!100105/
Zum shz-Artikel: http://www.shz.de/nachrichten/top-thema/artikel/rocker-wegen-internet-taten-vor-gericht.html
Die Antifakneipe wird es nun regelmäßig geben, und zwar jeden letzten Freitag im Monat mit verschiedenen Themenschwerpunkten. Infos und Updates dann unter http://www.facebook.com/antifakneipe.neumunster
Die bundesweite Propagandatour der NPD hat am 16.07.2012 auch in Neumünster Halt gemacht. Als großen Erfolg können die Nazis diesen Aufenthalt aber wieder nicht verbuchen, im Gegenteil zeigte sich Neumünster wie schon am 01.05., am 05.05. und zuletzt am 23.06.2012 bunt statt braun. Das „Flagschiff“ konnte wegen der antifaschistischen Gegenaktivitäten nicht auf den Großflecken und musste auf den Rudolf-Weißmann-Platz ausweichen, wo die wenigen Nationalen von der Polizei geschützt und den Gegendemonstrant_innen ausgepfiffen unmotiviert ihr Programm abspulten, das aber sowieso keiner hören konnte geschweige denn wollte. Mehr hier.
Der Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Bernd Schauer, wollte Courage beweisen. „Stoppt Nazis“ sprühte er auf das Pflaster neben einem Stand, den die NPD vor dem sogenannten Kleinen Kaufhaus in Boostedt aufgebaut hatte. Jetzt schickte ihm das Amt die Rechnung: Exakt 467,76 Euro verlangt das Amt als Schadenersatz für die Sachbeschädigung und die Reinigungskosten. Zahlt Schauer nicht binnen 14 Tagen, droht ihm eine Strafanzeige. Hier auf der Seite der shzweiterlesen, hier geht’s zum Artikel von Andreas Speit in der taz.
Sa, 05.05.: Antifa, do it again!
Da der Aufmarsch am 1. Mai in Neumünster verhindert wurde, möchte die NPD am 5.Mai (MORGEN!) noch mal ihr Glück versuchen. Die Nazis wollen Wiederholung? Antifa do it again!
Wie die NPD heute verlautbaren ließ, will die neonazistische Partei nach ihrem desaströsen Scheitern am 1. Mai an diesem Samstag, 5. Mai einen erneuten Versuch starten, in Neumünster aufzumarschieren. So will sie die selbe Route, die gestern durch antifaschistische Blockaden erfolgreich für Neonazis unpassierbar gemacht wurde, erneut angemeldet haben.
Wir rufen alle Antifaschist_innen dazu auf, an die effektiven Aktionen des gestrigen Tages anzuknüpfen und auch dieses Mal dafür zu sorgen, dass die Parole „Naziaufmarsch blockieren – angreifen – verhindern!“ der Titel eines Erfolgskonzeptes bleibt.
Infoveranstaltung in Neumünster:
Freitag, 04.05.12, 19.30 Uhr in der AJZ
Anreise:
a) aus Kiel: Treffen um 9.40 Uhr an den Automaten am Kieler Bhf, Abfahrt 9.55 Uhr
b) aus Hamburg: Treffen um 10.00 Uhr am Reisezentrum, Abfahrt 10.21 Uhr
Treffpunkt in Neumünster:
10.30 Uhr, DGB-Haus in der Carlstraße 7 (mehr zur Planung auf der Bündnis-Seite)
Struktur:
EA: 0160 / 160 87 60
Infotelefon: 0174 / 857 68 39
Antifascist Action – REWIND !
Checkt http://nonazisneumuenster.blogsport.de/
So langsam wird es spannend… Alles auf einen Blick gibt es nochmal hier:
Revolutionäre & antifaschistische 1. Mai-Vorabenddemo am 30.4. in Kiel
Auftakt
17.00 Uhr: Holtenauer Str./Waitzstr.
Gemeinsame Anreise aus Hamburg
Treffpunkt Hbf. (Reisezentrum): 15.00 Uhr
Abfahrt des RE: 15.20 Uhr
EA (Ermittlungsausschuss)
0431 / 530 3885
Anschließend
Letzte Infos zum 1. Mai & Tanz in den Mai mit Esne Beltza, Berlinska Dróha & Guerilla Kiel in der Alten Meierei (Hornheimer Weg 2)
Pennplatzbörse
pennplatz-kiel[at]riseup.net
Antifa-Aktionen gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai in Neumünster
Gemeinsame Anreise aus Hamburg
Treffpunkt Hbf. (Reisezentrum): 09:00 Uhr
Abfahrt des RE: 09.20 Uhr (Pinneberg: 09.40 Uhr | Elmshorn: 09.50 Uhr)
Gemeinsame Anreise aus Kiel
Treffpunkt Hbf.: 09.50 Uhr (pünktlich!)
Abfahrt des RE: 10.21 Uhr
WICHTIG: Wir bitten alle aus Lübeck und Städten nördlich von Neumünster anreisenden Genoss_innen über Kiel zu fahren und die dortige Zuganreise zu unterstützen. Allen Städten südlich von Neumünster und Anreisenden aus Niedersachsen empfehlen wir über Hamburg zu fahren.
Wichtige Anlaufpunkte
10 Uhr: Jugendblock auf der DGB-Demo, Großflecken
11 Uhr: Kundgebung von VVN/BdA & AJZ, Friedrichsstr.
11.15 Uhr: Menschenblockaden, Linienstr./Ecke Färberstr.
Struktur
Info-Telefon: 0174 / 857 68 39
Info-Ticker: twitter.com/nonazisnms
EA (Ermittlungsausschuss): 0160 / 160 87 60
Hier findet ihr eine übersichtliche Aktionskarte.
Der Holsteinische Courier informiert über die vermutliche Route der NPD-Demo: „Wenn die NPD-Anhänger am 1. Mai in einem Demonstrationszug durch die Stadt ziehen, werden sie nicht die ursprünglich gewünschte Route einschlagen dürfen. Der Kleinflecken, wo die Neonazis unter anderem eine Auftaktkundgebung planten, wird ebensowenig auf ihrem Weg liegen wie zum Beispiel die Friedrichstraße, an der das links orientierte Jugendzentrum AJZ beheimatet ist. Stattdessen ist zurzeit geplant, die Rechten durch den hinteren Bahnhofsausgang Richtung Postparkplatz zu führen. Angemeldet sind ab 12 Uhr rund 200 Neonazis, die laut Polizei wohl überwiegend mit der Bahn anreisen werden. Während sie sich auf dem Postparkplatz sammeln, wird die Friedrichstraße vor dem AJZ besonders abgesperrt. Anschließend geht der NPD-Zug weiter zur Ecke Wasbeker Straße/ Linienstraße, wo eine Auftaktkundgebung der Neonazis anvisiert ist. Über Wippendorfstraße, Goebenplatz und Roonstraße geht es dann bis zum Falderateich. Dort dreht der Demonstrationszug um und kommt über die Wasbeker Straße zurück zur Linienstraße. Zwischenkundgebungen soll es am Falderateich und auf dem Goebenplatz geben.“ (aus der Ausgabe vom 26.4.12, S.17)
<img src="http://antifanms.blogsport.de/images/Flyer_1_Mai_Vorderseite_Drucklow.JPG"
Im Vorfeld finden in Neumünster neben der Kundgebung am 20.4. (siehe Beitrag unten) noch zwei weitere Mobilisierungs-Veranstaltungen für die Antifa-Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai statt.
Am Mittwoch, den 25.4. macht die Info-Rundreise Halt in der AJZ Neumünster und bringt einen Überblick über die aktuelle Situation, Hintergrundwissen über Strukturen der NPD und anderer extrem rechter Gruppierungen in Schleswig-Holstein sowie Infos zum Konzept des Antifa-Bündnisses mit. Los geht’s ab 18.30 Uhr, den Flyer gibt’s hier zum Download.
Einen Tag später, am 26.4., gehen wir anlässlich des 1. Mai auf Spurensuche der Arbeiter_innenbewegung im „Manchester Holsteins“: neben der Beleuchtung von persönlichen Einzelschicksalen Ende des 20. bzw. Anfang des 21. Jahrhunderts und der Vorstellung von Ortsgruppen sozialdemokratischer, kommunistischer und anarchistischer Gewerkschaften geht es vor allem um die Frage, wie sie sich gegenüber dem nationalsozialistischen Terror in den 30er Jahren verhalten haben. Als zentral erscheinen hierbei der 1. bzw. der 2. Mai 1933, die unsere besondere Aufmerksamkeit erhalten sollen. Der Vortrag versucht einen Überblick über die damalige Situation in Neumünster zu geben, bezieht dafür neben Photos und einem großen Stadtplan auch einige Kampflieder der Bewegung sowie historische Zeitungsartikel mit ein. Am Ende soll versucht werden, einen Bogen zum diesjährigen 1. Mai in Neumünster zu schlagen. Los geht’s um 20 Uhr, den Flyer findet ihr hier zum Download.